Pressestimmen zur TAZ-Veranstaltung im Löhner Bahnhof

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Die Neue Westfälische und die TAZ berichten über den Termin. Für uns hat Steven Link auf dem Podium gesessen (s. Foto). Die Neue Westfälische schreibt von einem Konflikt zwischen Jung und Alt. 

Einen Generationenkonflikt kann ich nicht erkennen. Es geht nicht um "jung gegen alt", sondern allenfalls um "jung gegen kommunale Parteipolitik", weil die Parteien auf Ortsebene es nicht schaffen, junge Menschen an politische Verantwortung heranzuführen.

Die kommunale Selbstverwaltung gilt als die Schule der Demokratie. Allerdings findet diese Schule in Deutschland ohne Schüler statt. Der Verein JURATS betrachtet es als großen Fehler im demokratischen System, dass gerade den Ortsverbänden der Parteien die Aufgabe zugewachsen ist, den politischen Nachwuchs zu fördern. Ausgerechnet die kommunalen Platzhirsche sollen die scheuen Mitbewerber auf die politische Bühne rufen?

Die Zahlen zeigen, dass das nicht funktioniert: Im bundesweiten Durchschnitt brauchen die Parteien hierfür 13,4 Jahre. Solange dauert es durchschnittlich vom Parteieintritt bis zur Annahme eines kommunalen Mandats. Kein Wunder also, dass nur 6,4 % aller bundesdeutschen Ratsmitglieder unter 35 Jahre alt sind, obwohl ihr Bevölkerungsanteil bei 25,7 % liegt. Nur 1,4 % der Ratsmitglieder sind jünger als 25 Jahre.

Da auf kommunaler Ebene Parteipolitik keine wichtige Rolle spielt, ist nicht einzusehen, dass die Parteien über die Zusammensetzung der Stadträte entscheiden und für den Auswahlprozess im Schnitt 13,4 Jahre benötigen. Der Verein JURATS will dafür sorgen, dass Jugendliche die politische Nachwuchsförderung selbst in die Hand nehmen. Aus diesem Grund halten wir es für notwendig (nur!) auf kommunaler Ebene zu den Parteien in Konkurrenz zu treten.

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